AC GERMANIA ST.ILGEN e.V.

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Die Chronik des AC

Im Jahre 1896 fanden sich, wie so mancherorts in dieser Zeit, auch in St.Ilgen junge Männer zusammen, um einen Kraftsportverein zu gründen.

Man gab ihm den Namen Athleten-Club Germania St.Ilgen.

 

Erster Vorstand war Anton Weick, dessen, Söhne heute noch in Amerika leben. Gründungsmitglieder waren - soweit das heute noch festgestellt werden kann - Jakob Seiler, Anton Weick, Emil Flory, Johannes Sterzenbach, Johannes Kübler, Jakob Schütz, Adam Flick, Heinrich Kübler, Johann Weick, Fritz Herd, Karl Klein, Jakob Flick, Matthias Herb.

 

Die genauen Aufzeichnungen hierüber sind nicht mehr vorhanden.Diese sind zusammen mit der Fahne des Vereins, die nun wieder nach dem Vorbild der ersten neu entstanden ist, im Jahre 1933, als der Verein zwangsweise aufgelöst wurde, abhanden gekommen, Die Vereinschronik ist nun aus dem Gedächtnis der ältesten Vereinsmitglieder neu aufgezeichnet worden. So ist vor allem bekannt, dass die ersten Hanteln 1896 von einem Kaufmann aus Wiesloch gekauft wurden. Hierbei kam es über eine Hantel zu Meinungsverschiedenheiten, so dass diese längere Zeit im Rathaus von St.Ilgen sichergestellt war. Als die Hantel dann nach dem Rechtsstreit endgültig in das Eigentum des Vereins überging, hieß sie nur noch die Prozesshantel. Sie ist heute noch vorhanden. Besonders zu erwähnen wäre noch, dass es zu jener Zeit keine Scheibenhanteln gab, sondern nur Rundhanteln. Teils waren diese innen hohl und konnten zur Beschwerung mit Sand gefüllt werden, teils waren sie voll massiv. Der Prozess wegen der Hantel und die Tatsache, dass Johannes Sterzenbach sich bei einem Wettkampf in Walldorf den Arm brach, brachten einen gewissen Stillstand des Vereinslebens.

 

Im Jahre 1897 blühte die Vereinstätigkeit wieder auf. Neue Mitglieder stießen zu dem Verein. Ihnen, die sich bei der Neugründung des Vereins nach dem letzten Kriege gleich wieder tatkräftig zur Verfügung gestellt haben, gebührt noch heute ganz besonderen Dank.

 

Bis zum Jahre 1900 fungierten nach Anton Weick noch Johannes Kübler (Adlerwirt) und Johannes Weick als erste Vorstände. Dann übernahm Theodor Meckler die Leitung des Vereins. Unter seiner Führung fand im Jahre 1901 die Hornweihe auf der Lachwiese statt. Dem Verein blieben aber auch Rückschläge nicht erspart. So kam es im Jahre 1902 zu einer Vereinskrise. Erst als Vorstand Theodor Meckler bei Bäckermeister Steinmann 50 Mark lieh, um damit zwei neue Hanteln anzuschaffen, bekam das Vereinsleben neuen Auftrieb. Schon im Jahre 1904 konnte der Verein dann die Fahnenweihe durchführen. Erster Fähnrich war Georg Kraus und die beiden Begleiter waren Georg Kübler und Hermann Bernhard.

 

Im Jahre 1905 wurde Philipp Risch zum ersten Vorstand gewählt. Ihm war es vergönnt, die Geschicke des Vereins bis zum Jahre 1933 zu lenken. Allein diese Tatsache beweist schon, wie sehr er mit dem Verein verwachsen war. Er führte den Verein zu hoher Blüte. St.Ilgen wurde eine Hochburg des Kraftsports. In Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste ernannte ihn der Verein zum Ehrenvorstand. Unter seiner Führung konnte der Verein ganz besondere Erfolge in Bezug auf Preise und Meisterschaften aufweisen.

 

Nach dem 1. Weltkrieg trat der ganze Pfälzer-Athleten-Bund zum Arb. Athletenbund über. Demzufolge wurde der Verein in Arbeiter-Athleten-Club umbenannt. Die Rührigkeit des Vorstandes Risch machte die Eintragung des Vereins in das Vereinsregister beim Amtsgericht Heidelberg notwendig, um dem Verein Rechtsfähigkeit zum Erwerb eines Grundstückes zu verleihen. Auf einem erworbenen Wiesengrundstück erbaute sich der Verein in Eigenarbeit unter Mitwirkung der Maurermeister Waldbauer und Herb 1924 eine eigene Übungshalle. Der damalige Bürgermeister Braun und Hauptlehrer Wenk legten den Grundstein. Die Halle war fortan Mittelpunkt des Vereinslebens: Christof Kübler verstand es als Hallenwart, dass sich die Mitglieder nicht nur zu den Übungsstunden, sondern auch am Sonntag regelmäßig zum gemütlichen Beisammensein in der Athletenhalle einfanden. Getränke aller Art wurden verabreicht und der Verein führte sogar eigene Schlachtungen durch. Für viele der älteren Mitglieder zählt gerade diese Zeit heute zu den schönsten Erinnerungen.

 

Bekannt war auch die Pyramidenabteilung des Vereins, die bei fast allen Festen mitwirkte. Bengalisch beleuchtet, wirkten die erstellten Pyramiden besonders eindrucksvoll. Verschiedene Mitglieder entwickelten beim Pyramidenbau geradezu artistische Fähigkeiten. Große Verdienste erwarben sich hierbei: August Klein, Ludwig Sailer, Philipp Flory und die Brüder Fritz und Georg Flory. Dieses harmonische Vereinsleben hörte 1933 mit der zwangsweisen Auflösung des Vereins auf.

 

Nach der Beendigung des zweiten Weltkieges waren es vor allem Franz Kraft, Anton Kraft, Christof Kübler und Kilian, Weick, die sich um die Neugründung des Vereins verdient machten. Der Verein gehörte zunächst als Athleten-Abteilung unter Führung von Ludwig Sailer und den aktiven Sportlern wie Anton Kraft, Helmut Stumpf, Heinz Stumpf, Egon Fecht, Robert Sauer, Rudi Hillesheim, Günther Albrecht und Hans Herbel der Sportgemeinschaft an.

 

Hans Sterzenbach besorgte der Athleten-Abteilung eine neue Hantelstange und schuf dadurch erst die Möglichkeit, dass der Stemmbetrieb wieder aufgenommen werden konnte. Als die Sportgemeinschaft sich 1951 auflöste, wurde am 18. August 1951 die Athleten-Abteilung als selbstständiger Verein unter dem Namen Athleten-Club Germania St.Ilgen neu gegründet. Unter Führung des 1. Vorsitzenden Georg Schuppel, dem dann nach einem Jahr Robert Sauer folgte, hat es der Verein aus bescheidenen Anfängen schnell wieder zu beachtlichen Erfolgen gebracht. Vor allem der restlose Einsatz der alten Garde hat die Jugend zu neuen Taten angespornt.

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